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Liebe Kunstfreunde,

am 2. Juli fand in Küppersmühle in Duisburg die Vernissage zur Ausstellung MELTING POTT von Till Brönner statt. Der exzellente Jazzmusiker hat auch diesmal bewiesen, wie vielseitig seine Talente sind. Als Fotograf war er ein Jahr mit seiner Kamera im Ruhrgebiet unterwegs. Die Sujets seiner Arbeiten sind abwechslungsreich. Sie erzählen über Menschen aus dem Leben. Sie spielen Musik, sind obdachlos, werden bei der Arbeit gezeigt. Es ist der Stahlarbeiter, der Kohlenhändler, die Hundefriseurin, der Bischof und der Imam. Auch die Prominenz entgeht nicht seinem Objektiv. Weiterhin sind es die Rocker, die Schalkefans, aber auch die Fußballspieler. Die Stimmung aus Schalke überträgt sich auf den Betrachter.

Auch der „Kollege“ von Till Brönner, der Stadiontrompeter ist in der bunten Zusammenstellung präsent. Während der Vernissage passiert das, was passieren musste, worauf jeder Besucher eigentlich gehofft hat. Der Trompeter wurde vom Künstler aufgefordert die Melodie von Schalke zu spielen. Nachdem er gespielt hat, drückt er das Instrument in Till´s Hand. Es war der unerwartete Höhepunkt der Ausstellungseröffnung. Charmant und locker, wie Till Brönner ist, übernahm er die Trompete und beglückte mit seinem Spiel das Publikum.

Zurück jedoch zu seiner Kunst. Beim Betrachten seiner Fotografien fällt in erster Linie auf, wie fantastisch er die Perspektive erfasst. Die Landschaften, Gebäude oder auch nur einzelne Architekturelemente werden mit seinem wachsamen Auge perspektivisch ins Visier genommen.

Zum größten Teil sind die Bilder schwarz-weiß. Er verzichtet auf starke weiß-schwarz Kontraste. Stattdessen werden poetisch Abstufungen von unendlich vielen grau-silber-graffit Tönen hervorgebracht. Das Licht spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Ich kann jedem die Ausstellung empfehlen. Till Brönner ist nicht nur ein begnadeter Jazzspieler. Er hat sich auch in der Fotokunst bewiesen.

Angeregt von der Konstellation Kunst und Jazz, fielen mir die Bilder aus den Kunstbeständen von ARS CRACOVIA ein.

Andrzej Folfas kann kein Instrument spielen, hat sich jedoch vorgenommen so zu malen, dass Jazz aus seinen Bildern zu hören sei.

In diesem Sinne

Eure Daria Kupka

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